Landratsamt Rastatt startet neues Mentoring-Projekt für Frauen mit Migrationshintergrund

Frauen mit Zuwanderungsgeschichte sind oftmals hochmotiviert, in Deutschland beruflich erfolgreich zu sein und bringen viele Kompetenzen und Qualifikationen mit. Doch auf dem Arbeitsmarkt spiegelt sich dies kaum wider. Häufig sind die Frauen in Helfertätigkeiten unter ihrer eigentlichen Qualifikation, in atypischen oder prekären Beschäftigungsverhältnissen angestellt. Im Vergleich zu anderen Zuwanderergruppen sind geflüchtete Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch stärker unterrepräsentiert.

Es gibt verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Arbeitsmarktintegration, die beispielsweise auf Sprachförderung abzielen oder Praktika ermöglichen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die bestehenden Angebote nicht individuell und bedürfnisorientiert genug sind. Daher entwickelte der Landkreis Rastatt ein neues Projekt, um Frauen gezielt zu fördern. Mentoring-Projekte haben sich in anderen Kontexten - beispielsweise an Hochschulen - lange bewährt. Frauen, die bereits erfolgreich im Berufsleben stehen, können als Mentorinnen Türen öffnen, Unterstützung geben, Kontakte herstellen und andere Frauen in ihrer Potenzialentfaltung ermutigen.

„Der Mentoring-Ansatz bietet die Möglichkeit einer intensiven 1:1 Betreuung, bei der individuell auf Situation und Wünsche der Frauen eingegangen werden kann. Die Teilnehmerinnen legen selbst fest, welchen Aspekt sie gemeinsam anpacken wollen, wie zum Beispiel Bewerbungsunterlagen erstellen, ein Modell für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erarbeiten oder Kontakte zu Arbeitgebern herstellen“, so Tamina Hommer, Integrationsbeauftragte des Landkreises Rastatt.

Das Projekt richtet sich an Frauen, die den Berufseinstieg schaffen wollen beziehungsweise sich beruflich verändern oder weiterqualifizieren wollen. „Wir als Sachgebiet Integration werden die Teilnehmerinnen mit Rat und Tat begleiten und ihnen durch Austauschtreffen eine Vernetzung untereinander ermöglichen“, beschreibt die verantwortliche Projektkoordinatorin, Carmen Langenbacher, das Projekt weiter.

Das Projekt wurde vom Landratsamt gemeinsam mit Jobcenter, Kommunalen Integrationsbeauftragten, Bildungsträgern und Ehrenamtlichen im Rahmen des Netzwerks „Neue Heimat Landkreis Rastatt“ entwickelt. Wer Interesse hat, teilzunehmen oder sich als ehrenamtliche Mentorin zu engagieren, kann sich an die Projektkoordinatorin unter Telefon 07222 381-4336 oder per E-Mail an c.langenbacher@landkreis-rastatt.de wenden.