Arbeit

Unterstützung bei der Jobsuche

Stellenangebote sind u.a. auf folgenden Plattformen zu finden:
- WORKEER
- Jobbörse für Flüchtlinge
- Jobbörse-Stellenangebote
- Jugendberufsagentur Rastatt


Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter
Die Bundesagentur für Arbeit betreut die Personen, die sich im Asylverfahren befinden, das Jobcenter betreut die anerkannten Flüchtlinge.

Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit
E-Mail: Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt
E-Mail: Jobcenter Rastatt
Internet: Jobcenter Landkreis Rastatt

Gordana Stanicic, Caritasverband für den Landkreis Rastatt e.V.,
ist für die Vermittlung von AsylbewerberInnen in Arbeit zuständig und wertet Kompetenzen, schulische und berufliche Abschlüsse sowie Berufserfahrungen der Flüchtlinge aus und kann bei Bedarf adäquat vermitteln. Sie arbeitet sehr eng mit der Agentur für Arbeit und den Ehrenamtskreisen vor Ort zusammen, die vielerorts die Flüchtlinge betreuen.

Kontakt:
Gordana Staničić
Diplom-Sozialpädagogin/-arbeiterin (FH)
Caritasverband für den Landkreis Rastatt e.V.
Fachbereich Migration
Arbeit und Ausbildung für Flüchtlinge
Projektverbund Baden
Carl-Friedrich-Str. 10
76437 Rastatt
Telefon: 07222 775-23
Fax: 07222 775-60
E-Mail: g.stanicic@caritas-rastatt.de
Internet: www.caritas-rastatt.de

Zugang zum Arbeitsmarkt für Geflüchtete

1. Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis

Anerkannte Flüchtlinge, die vom Bundesamt einen positiven Bescheid erhalten haben, dürfen grundsätzlich uneingeschränkt als Beschäftigte arbeiten und auch einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen.

Ist nur ein Abschiebungsverbot (§ 25 Abs. 3 AufenthG) festgestellt worden, entscheidet die Ausländerbehörde im jeweiligen Einzelfall, ob eine Genehmigung zur Ausübung einer Beschäftigung erteilt wird.

2. AsylbewerberInnen (mit Aufenthaltsgestattung) und Geduldete

Arbeit

  • AsylbewerberInnen und Geduldete dürfen nach drei Monaten arbeiten
  • Leiharbeit: Fachkräfte dürfen eine Leiharbeit nach drei Monaten aufnehmen. Für geringer Qualifizierte ist eine Leiharbeit nach 15 Monaten möglich.
  • Die Arbeitsgenehmigung ist bei der zuständigen Ausländerbehörde zu beantragen.
  • Die Bundesagentur für Arbeit prüft die konkreten Arbeitsbedingungen einer Stelle, insbesondere den Verdienst und die Arbeitszeiten (Bezahlung der Tätigkeit muss ortsüblich sein).

Hinweis: Die Vorrangprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit ist u.a. im Bezirk Karlsruhe/Rastatt derzeit ausgesetzt.

Berufsausbildung
Eine Berufsausbildung dürfen AsylbewerberInnen nach drei Monaten und Geduldete ab dem Tag der Duldung beginnen. Die Arbeitsagentur muss nicht zustimmen. Das gilt auch für bestimmte Praktika, Einstiegsqualifizierungen und Berufsvorbereitungen.

Praktika

  • Praktikumsverhältnisse sind grundsätzlich Beschäftigungsverhältnisse. Vor Antritt des Praktikums ist daher immer die Genehmigung der Ausländerbehörde einzuholen. Die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist nicht in allen Fällen erforderlich.
  • Pflichtpraktika: Ein Praktikum bedarf keiner Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit, wenn es verpflichtend auf Grund einer schulrechtlichen Bestimmung, einer Ausbildungsordnung, einer hochschulrechtlichen Bestimmung oder im Rahmen einer Ausbildung an einer gesetzlich geregelten Berufsakademie geleistet wird. Als Pflichtpraktikum zählt auch ein Praktikum, welches nach einer Entscheidung der für die Anerkennung zuständigen Stelle zur Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses obligatorisch zu leisten ist. Ein solches Praktikum unterliegt nicht dem gesetzlichen Mindestlohn.
  • Praktika von bis zu drei Monaten zur Berufsorientierung auf eine Ausbildung oder ein Studium sind ebenfalls von der Zustimmungspflicht der BA ausgenommen. Sie unterliegen nicht dem gesetzlichen Mindestlohn.
  • Ein Praktikum von bis zu drei Monaten, das begleitend zu einer Berufs- oder Hochschulausbildung absolviert wird, ist zustimmungsfrei, soweit ein inhaltlicher Bezug zur Ausbildung gegeben ist und zuvor kein ausbildungsbegleitendes Praktikumsverhältnis mit demselben Ausbildenden bestanden hat. Ein solches Praktikum unterliegt nicht dem gesetzlichen Mindestlohn.
  • Für ein ausbildungsbegleitendes Praktikum von mehr als drei Monaten ist weiterhin die Zustimmung der BA erforderlich; es unterliegt grundsätzlich dem gesetzlichen Mindestlohn.

Hinweis: Eine Hospitation ist ohne Erlaubnis der Ausländerbehörde und ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit möglich. Ein Hospitant darf jedoch nicht aktiv mitarbeiten, sondern sich lediglich die Arbeitsabläufe anschauen, um den Betrieb kennenzulernen.

Hier finden Sie weitere Informationen.

3. Fälle, in denen ein Arbeitsverbot besteht

  • Kein Arbeitsmarktzugang besteht in den ersten drei Monaten des Aufenthaltes
  • Für Personen, die verpflichtet sind in einer Erstaufnahmeeinrichtung zu wohnen
  • Für Geduldete, die das Abschiebehindernis selber zu vertreten oder ihre Mitwirkungspflichten bei der Beseitigung des Abschiebungshindernisses verletzt haben
  • Für AsylbewerberInnen und Geduldete aus sicheren Herkunftsstaaten gilt seit dem 24. Oktober 2015 ein Arbeitsverbot, wenn der Asylantrag nach dem 31. August 2015 gestellt wurde

Hinweis:Sichere Herkunftsstaaten sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien.

Wichtige Informationen:

  • Personen, die eine Aufenthaltsgestattung besitzen, erlangen mit der Aufnahme einer Arbeit oder einer Ausbildung kein gesondertes Aufenthaltsrecht. Die Integrationsleistung des Einzelnen spielt bei der Prüfung des Asylantrags im Hinblick auf die Gewährung von asylrechtlichem Schutz keine Rolle.
  • Bei Personen mit einer Duldung hingegen werden die individuellen Umstände und Integrationsleistungen bei der Verlängerung der Duldung bzw. bei der Erteilung eines Aufenthaltstitels berücksichtigt.
  • Der Arbeitsverdienst wird auf Sozialleistungen angerechnet.

Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Flüchtlinge

Das Projekt unterstützt Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis oder hoher Bleibeperspektive bei

  • der Suche nach einem geeigneten Praktikums- und Ausbildungsplatz
  • dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen
  • der beruflichen Orientierung
  • Praktika im Unternehmen
  • den ersten Monaten während der Ausbildung im Unternehmen
  • der Förderung der sozialen Integration und dem Ankommen in Deutschland

Die Ausbildungsbegleitung erfolgt in enger Abstimmung mit den beteiligten Unternehmen und den Berufsschulen.

Kontakt:
Anne Schmolt
Telefon: 0721 62687-23
E-Mail: schmolt.anne@biwe-bbq.de

Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Anlaufstelle zur Erstinformation und Verweisberatung zur Begleitung des Anerkennungsgesetzes für den Landkreis Rastatt ist:

Mannheim (für den Regierungsbezirk Karlsruhe)
Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH
Maryam Shariat-Razavi
Aleksandra Gasior
Gilda Zubovic-Sadri
N 4,1
68161 Mannheim
Telefon: 0621 43773113
Fax: 0621 12479104
E-Mail: anerkennung@ikubiz.de

Das Internetportal "Anerkennung in Deutschland" informiert über rechtliche Grundlagen und Verfahren der beruflichen Anerkennung. Informationen zu ausländischen Berufsqualifikationen gibt es auch auf dem BQ-Portal.

Die Telefon-Hotline des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beantwortet Fragen zur beruflichen Anerkennung. Die Hotline ist Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr unter der Nummer: +49 30 1815-1111 erreichbar.